Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff treten in die Fußstapfen von Boris Hermann und gewinnen die IDM am Walchensee.

Ergebnisse

Die Five - Action Pur

Lutz Stengel und Holger Jess sind Weltmeister.

Einen ausführlichen Bericht findest du unten.

Ergebnisse

Holt/Woelfel gewinnen ersten Eurocup in Cannes.

Die Deutschen Meister Hofmann/Brockerhoff werden zweiter.


03.02.2019 | Detailierter Bericht: 505 WM in Fremantle/AUS von Julian Stückl (GER 9198)

Klar waren die Weltmeister nochmal eine Klasse für sich, aber gefühlt war das Podium erstmals, im Gegensatz zu Polen 2018, für uns in greifbarer Nähe. 2 Tage mehr Vorbereitung an Material und Wasserstunden hätten uns sicher nochmal gut getan.

28.01.2019 | WM in Freemantle - ein Regattabericht und Fazit der Juniorenweltmeister

Türkises Wasser, der berühmte Freemantle-Doktor und vielleicht ein Känguru? 

Wir sind in Australien! 

Gerade aus dem nasskalten Deutschland vom Tannenbaum aufgestanden, stehen wir nun auf einem neuen Kontinent 20.000 Kilometer entfernt. Doch trotz der enormen Distanz, hatte sich ein Großteil der weltweiten 505er Spitze zu den Worlds im australischen Fremantle zusammengefunden, um den Weltmeister zu küren.

Nach dem gemeinsamen Silvestersekt begannen am zweiten Januar die Wettfahrten mit 89 Teams. 12 davon waren aus Deutschland und sahen sich in Down Under insbesondere mit australischen und amerikanischen Seglern im Wettbewerb. Die Bedingungen haben die Erwartungen nicht enttäuscht. Der australische Sommer zeigte sich heiß, sonnig und mit wechselhaften Windbedingungen. 

Die internationalen Starkwindexperten sowie die Leichtwindfüchse hofften auf ihren Wind. Unsere Erwartungen an den berühmten Starkwind-Freemantle Doktor sollten uns nach vorne bringen, aber wurden im ersten Lauf mit weniger Wind enttäuscht, was sich direkt im ersten Streicher niederschlug. Speedprobleme, aber auch taktische Fehlentscheidungen zeigten uns, dass wir im Laufe der Regatta noch etwas zulegen müssen.

Zweites Rennen, zweite Chance. Es lief langsam besser mit einem 25. Platz. Trotzdem hatten wir uns den Start in das neue Jahr und den Start in die WM anders vorgestellt und waren noch von unser Ziel wieder Juniorenweltmeister zu werden weit entfernt. Nach kurzem Blick auf den Wetterbericht war er da, der Freemantle-Doktor und wir stellten bei 18 Knoten Wind den Mast nach vorne. In dem Rennen des zweiten Tages konnten wir nach anfänglichen Schwierigkeiten – Starte niemals neben den extrem schnellen Amerikanern- das Schiff 2-3 Grad tiefer Stellen und bei freiem Wind auf einem 13. Platz nach vorne segeln. Der Wind war nun auf über 20 Knoten aufgefrischt und durch die vielen Kenterungen, konnten trotz des tollen Einsatzes der Helfermotorboote keine weiteren Rennen mehr gefahren werden. 

Schade! Als Starkwindcrew hatten wir natürlich gehofft, dass wir jetzt richtig Gas geben können. Trotzdem konnten wir am nächsten Tag bei fantastischen Windbedingungen mit drei Läufen wieder angreifen. Ein neunter Platz bestätigte unsere Einschätzung, aber im nächsten Rennen kam es dann nach einem guten Start zu einem kleinen Dämpfer: Beim Bergen des Spis hatten wir einen Knoten im Spifall rauschten so 100 Meter am Lee-Gate vorbei. Natürlich kämpfen wir weiter, sodass wir uns bis zum Ziel auf Platz 24 vorarbeiten konnten. Im 6. Rennen und letzten Rennen des Tages ging es nur noch um das Überleben. Viele Segler kenterten auf dem Rennkurs und auch wir legten einen Sonnenschuss hin, der mit einem vollgelaufenen Boot quittiert wurde. Kreuz Anschlag rechts, eine Wende, Vollgas! Wir waren immer alleine fanden uns auf dem zufriedenstellenden 16. Platz wieder. 

Der Layday, der aufgrund des starken Windes genau richtig lag, gab wieder Gelegenheit zur Erkundung des fünften Kontinents – zumindest im näheren Umfeld. Bei einer gemeinsamen Fahrradtour auf der gut einer Stunde entfernten Rottnest Island, zusammen mit dem sympathischen polnischen Team, haben wir viele kleine Buchten bei Badepausen kennengelernt und bei 34 Grad Kraft für das Finale der Worlds getankt.

Am vorletzten Tag standen weitere zwei Rennen auf dem Plan. Im ersten Rennen wehte der Wind mit guten 12 Knoten. Trotz eines schlechten Startes sind wir dennoch unter den Top 30 an der ersten Luvtonne rausgekommen. Leider fehlte uns auf dem Downwind schlicht und einfach der Speed um den Platz zu halten. Im Ziel konnten wir nur Platz 37 einfahren. Im zweiten Lauf erwischten wir eine fast perfekte Startkreuz. Wir gingen als siebter um die erste Luvtonne und konnten auf dem ersten Downwind über die richtige Seite auf den vierten Platz vorfahren. 

Allerdings kam dann das Dreieck, was uns aufgrund des mangelden Downwindspeeds um 15 Plätze nach hinten geworfen hat. Im Ziel erreichten wir dann eine enttäuschenden 23. Platz – da wäre mehr drin gewesen! Die Neupositionierung der Spirollen nach vorne, um den Downwindspeed der Spitze zu erreichen, machte sich am letzten Wettfahrttag direkt positiv bemerkbar. Das war auch nötig, denn wir hatten am Vortag unseren Vorsprung auf unsere direkten Wettbewerber um den Juniorenmeistertitel, das südafrikanische Juniorenteam, eingebüßt. Jetzt mussten wir bei ähnlichen Windbedingungen wie am Vortag nochmal alles geben. 

Im ersten Rennen des Abschlusstages kamen die Südafrikaner einen Platz vor und ins Ziel.  Damit hatten wir im letzten Rennen alles in der eigenen Hand, um den Juniorenweltmeistertitel zu ersegeln. An der ersten Luvtonnen lagen wir 15 Plätze vor unseren direkten Konkurrenten, aber leider waren die beiden Jungs aus Südafrika sehr schnell auf dem Vorwind. Im gesamten Lauf war es ein Kopf an Kopf Rennen. Letztlich konnten die Südafrikaner das Rennen für sich entscheiden. Wir waren allerdings nur dicht dahinter und hofften, dass dieser Abstand noch reichen würde, um zum zweiten Mal nach Weymouth 2016 zum Juniorenweltmeister „gekürt“ zu werden. Ein Blick auf die Ergebnisliste und die große Freude kam auf: Wir hatten es geschafft! 

Mit unserer passablen Platzierung als 24. im Gesamtfeld hatten wir unser Ziel erreicht und bei unserer zweiten Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft Sieger im Juniorenklassement. Nach den typisch aufwändigen Verlademaßnahmen in die Container konnten wir uns alle fertig für die Siegerehrung machen. Nach einer langen Nacht für die 505er-Klasse ging es für die meisten Deutschen zurück in die Heimat. Einige, darunter auch wir, machen noch eine kleine Reise durch Down Under. 

Unser Fazit: Wir sind eine erfolgreiche WM gesegelt. Allerdings ist der Abstand zur Weltspitze deutlich gewesen. Das gilt es im nächsten Jahr wieder aufzuholen.

 

Euer Timon und Morten GER 9101

04.01.2019 | WM Fremantle - Nach 6 Rennen 3 deutsche Teams Top-10

Nach 6 von 10 Rennen sind bei der WM Fremantle/AUS derzeit 3 deutsche Teams unter den Top-10. Weitere schlagen sich wacker im starken Feld.

Live Leaderboard: hier

Start ist jeweils gegen 1100 local time, Fremantle/AUS ist 7h voraus. Das Leaderboard läuft während der Rennen live mit, man kann also aktuelle Platzierungen und Overall-Stand live mitlesen, sehr spannend.

Event-Berichte: hier

Event-Schedule: hier

Andreas "Kuny" Jungclaus

01.01.2019 | WM läuft - PreWorlds beendet - Deutsche Teams gut dabei...

Die WM der 505er in Fremantle/AUS läuft. Traditionell werden die sogenannten Pre-Worlds als Warm-Up für die Worlds vorweg gesegelt. Die deutschen Teams beenden die Pre-Worlds recht erfolgreich.

Pre-Worlds Ergebnisse hier

Wir drücken weiter die Daumen. Stay tuned ...

Andreas "Kuny" Jungclaus

24.08.2018 | Kurzes Interview mit Weltmeister Lutz Stengel zur IDM am Walchensee

Wir haben gute 505-Segler in Deutschland die zu den besten der Welt gehören

 

22.08.2018 | Erneuter Erfolg für deutsche Fiven-Segler auf der polnischen Ostsee: Gold (1/2) und Bronze

Eine fünfköpfige deutsche Delegation reiste im Auftrag der Völkerverständigung zu unserem östlichen Nachbarn in das grenznahe Swinousjcie.

 

21.08.2018 | Die IDM aus Sicht der Segler des KV-Schiffes

Versteckt zwischen Bergen und Bäumen liegt das schönste Segelrevier Deutschlands - der Walchensee.


 

19.08.2018 | IDM am Walchensee - Die Fußstapfen von Boris Hermann

36 Schiffe. Vier Nationen. 9 Rennen. 10-18 Knoten Wind. Türkises Wasser. Ein Deutscher Meister.

Eine Zusammenfassung aus Seglerperspektive. 

31.07.2018 | Die WM in Gdynia hätte kaum besser sein können. Die Deutschen zeigen ihr internationales Top-level

Knapp 130 Carbon Schiffe haben sich letzte Woche in Gdynia getroffen, um bei heißem Wetter und wenig Wind eine seltene Dominanz zu erleben. Einige Segler empfanden die WM sogar als eine der schönsten, die sie je gesegelt sind. Ein zeitlicher Ablauf:

14.06.2018 | Spektakuläre Regatta auf der Außenalster

Am 9. und 10.6. machten sich 21 todesmutige High End Jollen der Klasse Fünfhundertfünf auf, um mit den Elementen zu kämpfen. Bei den Elementen handelte es sich um die Sonne, launischen Kaum-Wind und eventuell noch Stickoxide - fand das Kräftemessen doch mitten in der Stadt statt. Natürlich auf der Alster in Hamburg.

Die Bedingungen waren anspruchsvoll bis Lottospielen und der Kaum-Wind kam zwar meist aus bekannten Richtungen, so dass die Alsterveteranen sich schon als sichere Sieger fühlten. Allerdings gab es leider sehr viele Alsterveteranen und leider tat der Wind diesmal auch etwas, was er sonst zu ungezählten Mittwochsregatten nicht tat.

Erstes Opfer: Jürgen Anton und Ulf Denecke. Am Mittwoch noch einsam an der Spitze der Flotte, heute mehr so in der Mitte des Feldes (am Ende 11.). Zweites Opfer: Walter und Hans-Werner Steding. Zwar gut gestartet und das erste Rennen als Sieger beendet, allein, zu früh los gefahren, also zurück auf Los... (am Ende 9.) Steve Kwee und Thorsten Spötter hatten da schon den besseren Start und starteten nicht nur an der richtigen Stelle, sondern auch zur richtigen Zeit. Das wurde mit dem ersten Platz im ersten Lauf belohnt. Nützte langfrisitg aber auch nix, denn danach lief es nicht mehr so richtig und mit Plätzen gerade im ersten Drittel blieb am Ende nur ein 6. 

Die Superstars Tim Böger (der Autor dieser Zeilen) und Markus Schöner starteten schon so grottig in den Tag, dass zum Schluss auch nicht mehr als ein 5. drin war. Allerdings müssen wir alle zugeben, dass die Bedingungen nur kurze Zeit regulär waren. Nämlich im 4. Lauf, als wir souverän gewonnen haben und im 5. Lauf, den wir als 2. beendeten, nachdem wir als Zeuge eines Protests - ja, so hart wird hier auf der Alster gefightet - unseren Anteil daran hatten, das der Sieger des letzten Laufs, Kurt Reincke und Carsten Hehl (in der Schlussabrechnung 10.) mit einem DQ geahndet wurden. Weiter war die Serie noch regulär als wir auf einer Kreuz von 12 auf 1 gefahren waren. Alle anderen Momente waren reines Glücksspiel.

Ach ja, und wer konnte am besten Würfeln? Norber Dasenbrook und Karsten Stümpel waren irgendwie immer so weit vorne dabei (und wurden beim Sieg des 3. Laufes nicht mal rausgeworfen), dass es für den Gesamtsieg reichte und die beiden jetzt den vielleicht hässlichsten Pokal, den man in HH gewinnen kann (den Hummel-Mann), mit nach Hause nehmen mussten und ihn jetzt gravieren lassen dürfen.

Zweitbeste Glücksritter waren Jens Biederer und Thomas Wasilewski, die nur einen Punkt hinter dem Siegerteam endeten. Dritter wurden Davina und Marvin Schlesiger, die konstant gut gesegelt, bei einem kräftigen streichbaren Ausreißer Martin Kittsteiner und Oliver Stieglitz mit Abstand auf den vierten Platz verweisen konnten.

Fehlt noch der heimliche Mittwochsheld. Wo ist eigentlich Kuny gelandet? Auch für ihn langte es am Ende nur zum 7. und damit sicher ein gutes Stück hinter den Erwartungen.

19.04.2018 | Erfolgreiches offenes Training für 505er Einsteiger in Bad Zwischenahn

Bei Fußballvereinen der Bundesliga dürfen Fans ab und zu bei sogenannten „Öffentlichen Trainings“ zuschauen. Von der Möglichkeit selber mitzuspielen, habe ich bisher noch nicht gehört. Ganz anders ist dies in der Fivenklasse

 

 

Zugegeben: Es war nicht notwendig gewesen vor der Schranke zu unserem Trainingslager eine Menschenmasse in den Griff zu bekommen und Gäste per Losverfahren auszuwählen. Aber es hatten tatsächlich erstaunlich viele Segler Lust die Five kennenzulernen. Von ihnen hatten dann auch sechs Interessierte an dem geplanten Wochenende Zeit und wurden von fünf 505er Crews in Empfang genommen. Außerdem hatten wir das KV Boot zur Verfügung, das von einer potentiellen Nachwuchsmannschaft aus Eckernförde abgeholt wurde und von ihr auch bei der Regatta am kommenden Wochenende gesegelt wird.

 

Auf Grund von nicht vorhandener Erfahrung mit diesem Format, Wetterumschwüngen und einigen anderen Unwägbarkeiten, bedeutete „Offenes Training“ nicht nur offen für Gäste, sondern auch offen im genauen Ablauf. Da aber alle Beteiligten auch offen für Experimente waren, lässt sich sicher von einem gelungenen Wochenende sprechen. Natürlich hatten wir uns im Vornherein grob abgestimmt, wer vor allem selber trainieren möchte, wer ohne Crew anreist und welcher Gast am besten zu welchem Fivensegler passt bzw. welche Gäste gerne auch mal zusammen segeln möchten.

 

Am nass-trüben Samstag wurde des Öfteren rotiert und das Erwärmen am Zitronengranulattee ließ in den Pausen Erinnerungen an Optizeiten wach werden. Das Können der Gäste variierte zwischen einer deutschen Europe Meisterin und einem Gast, der das erste Mal auf einem Segelboot saß. Da es beiden gleichermaßen Spaß gemacht hat und sie auch schon mit dem Gedanken angereist sind, ein neues Team zu bilden, können wir sie vielleicht sogar irgendwann zusammen auf der Regattabahn wiedersehen. Das eingespielte Nachwuchsteam wirkte auf dem KV Boot schon schnell sehr sicher und dürfte ein harter Gegner werden. Die anderen beiden Gäste würden sich freuen, demnächst vielleicht als Crew wieder auf einen 505er zu steigen.

 

Nach dem Segeln hatten wir noch reichlich Gelegenheit uns bei einem gesponsertem Kasten Bier und hinterher beim Essen in fast kompletter Runde im Bootshaus auszutauschen. Der Sonntag begann ebenfalls nass-trüb, hielt aber auch eine kleine Überraschung bereit: Johannes hatte sich am Vorabend spontan dazu bereit erklärt, vom Motorboot aus ein paar Tipps zu geben. Außerdem wurden nicht nur die Gäste einrotiert, sondern auch schnelle Segler wie Thure verteilten direkt an Bord ein paar Ratschläge – während das Boot von Aron und ihm zeitgleich von Gästen bewegt wurde. Allen drei vielen Dank für diese Offenheit und Spontanität! Ebenfalls vielen Dank an Felix, dessen Anwesenheit auf dem ZSK Motorboot notwendig war und der somit am Sonntag nicht gesegelt ist. Natürlich auch Dank an Holger für die Vorbereitung des KV Bootes!

 

Es ist angedacht, ein offenes Training in ähnlichem Format zu wiederholen. Wann und wo steht noch nicht fest, sollte aber bald bekannt gegeben werden. Von allen Gästen oder Aktiven, die bisher Interesse an diesem Format geäußert haben, wurden die E-Mail Adressen gesammelt. Wer noch nicht in die Liste aufgenommen wurde, beim nächsten mal aber auch gerne dabei sein möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich freue mich auf alle Fälle schon auf ein zweites offenes Training!

Viele Grüße

Henrik

GER 8849