Bitte Javascript aktivieren....
Regatten :: Trainings :: Trainingberichte

Fortgeschrittenen-Training 2008 Neustadt/Ostsee

Zum ersten Mal wurde bekanntlich ein Fortgeschrittentraining in Neustadt/Holstein durchgeführt. Man kann es auch Revitalisierungsmaßnahme eines überalternden Kuchenbudenclubs nennen. Am Anfang - steht sonst immer erst im Abspann - die Namen der Verantwortlichen und Organisatoren, wobei ich jetzt bestimmt jemanden vergesse. Zuerst einmal Konrad Barop, der den Club besprach und die Location organisierte, dickes Dankeschön! Ich hoffe, wir haben nicht zu viel Unruhe rein gebracht...Ein weiteres dickes Dankeschön an Andreas "Kuny" Jungclaus für die Idee und die gesamte Organisation und an die Trainer Christian Niefert, Axel "Radio" Priegann und Jan Forster, zwei Hunde, mehrere Motorbootcrews, etc.
 
Anfahrt Samstag morgen durchs beschauliche Neustadt, Durchfahrt zum Club über Wanderweg incl. Beschwerden von Radfahrern und Fußgängern, also ähnlich wie an der Alster. Club selbst super Lage, super Blick, tolle Terrasse, zwei Slipbahnen ... alles gut.
Um ca. 11 Uhr befuhr Axel incl. Wohnwagen das Clubgelände, wurde wieder auf den ca. 200m entfernten Parkplatz gebeten, rammte mit ausladendem Anhänger erst mal die Zaunanlage, hatte Bocklaune, die aber wieder besser wurde im Laufe des Wochenendes.
 
Gegen 12.00 Uhr Besprechung. Die meisten Boote wurde mit GPS Trackern ausgerüstet, damit hinterher eine visuelle Animation machbar wurde. Nach Einteilung in 3 Gruppen fuhren die ersten beiden raus, die Gruppe 3 blieb zum messen und checken erst mal an Land.
 
Ute und ich waren in Gruppe 2 und bratzten bei anfangs 4-5 Bft. raus. Unseren Trainer konnten wir kaum hören, weil Wind, Welle und Wasser jegliche Kommunikation schwierig machten, außer man brüllte wie in einem gut geführten Nachbarschaftsstreit rüber. Das angedachte Programm aus Manövern, die mittels Trillerpfeife vermittelt wurden, wurde schnell obsolet, das darauffolgende Angleichen beim gemeinsamen rausfahren wurde ebenso eher zur Gruppenflucht, da die Gruppe doch weit auseinander fuhr und Jan mit seinem Motorboot ähnliche Gene brauchte wie sein Hund, ein Border Collie, immerhin Hütehund. Ein besonders schlauer Ausbruchsversuch wurde von meiner Ruderaufhängung nach ca 1.5 Meilen vorgenommen, weil sie einfach brach. Der untere Edelstahlstift knackt weg, Ruder nur noch in oberer Aufhängung, die hält nicht, Ruder glischt zur Seite weg, Boot luvt an , Ute wundert sich was ich für Bullshit mache, meine Augen signalisieren ihr, ich weiß von nichts, Boot kentert (das erste Mal an dem Wochenende).
 
In Ostseeschwabbelwelle aufrichten ist schwer. Erst da merke ich, dass die Aufhängung futsch ist. Jan kommt, schleppt uns eine halbe Stunde rein. Das Boot hinterm MOBO bockt und bricht nach links und rechts aus .... wir beschließen dieses Jahr kein Karussel oder Jahrmarkt zu besuchen. Der Hund von Jan ist Vollprofi und will zu uns rüberhopsen, das geht aber nicht, Hund kennt noch keine Welle, Hund ist bockig...
 
Mein Samstag endete mit Basteln, die anderen fuhren rum. Üben im Küsten nahen Bereich war angesagt, denn der Wind nahm kontinuierlich zu und endete mit 5-6, der eine oder andere sah eine 7er Böe. Die Felder wurden dann auch draußen mächtig durcheinander geworfen, Segel rissen, Bäume knackten... aber sonst war alles entspannt. Ute fuhr dann mit Axel im Mobo nach der Pause der Gruppe eins raus und holte sich den einen oder anderen Profitipp.
Für alle Aktiven sah der restliche Nachmittag am Samstag recht einheitlich aus: Vertraue auf das Material und halte durch.
 
Ich nervte dann fasst jeden, der nicht schnell genug weg war, ob er denn Ruderbeschläge hätte. Tasches und Sven Dömges hatten was dabei, Dank auch an dieser Stelle an Euch. Abends schlosserte ich dann eine Aufhängung von Kunys altem Ruder um, Kuny und Axel halfen am Sonntag morgen bei der Endmontage, so dass auch wir dann wieder mitfahren konnten.
 
Am Sonntag konnten wir dann bei etwas weniger Wind und Welle vernünftige Manöver fahren. Die Trainer fuhren nebenher und gaben wertvolle Tipps zum Handling und zur Einstellung des Bootes. Die Gruppen 1 und 2 segelten zum Ende ein kleines Rennen. Dann wurde langsam aber sicher abgebaut und wir gingen mit neuen Erkenntnissen nach Hause.
 
Für uns war insbesondere neu, dass auch bei Spifahrt der Baumniederholer genutzt werden kann/darf/soll... und dass prinzipiell auch die Spihalse bei viel Wind, wenn abgefallen wird, fahrbar ist...(Theorie).
 
Enno stellte fest, dass sein Boot völlig falsch eingemessen war. Kann man nach 2 Jahren Besitz ja auch mal überprüfen...
 
Die KV hat 20 GPS Tracker gekauft, die an die Boote verteilt wurden, so dass in der Analyse verschiedener Situationen Taktik, Speed und differierende Situationen im Vergleich gegeneinander dargestellt werden konnten. Das analysierten wir am Samstag Abend. War schon witzig zu sehen, wie so ein Boot auf einmal abgeht... Ich glaube zu erinnern, dass Tasches unter Spi mega schnell unterwegs waren.
 
Fazit: Tolles Wochenende, nette Leute, super Training, das nach einer Wiederholung schreit...
           
Karsten Stümpel

<<< Film vom GPS-Tracking

noch ausfüllen!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bericht zum Training am Wittensee 2007

Nachdem wir nun 2 Jahre mit unserer Five auf der Förde herumschippern
und uns anhand der Homepage der KV und einiger Videos versucht haben,
manches zu verstehen, hatten wir uns entschlossen, beim
Einsteigertraining den Sinn und Zweck der Trimmeinrichtungen der Five
und den Ablauf der Segelmanöver erklären zu lassen. So sind wir
samstagfrüh am Wittensee angekommen, wo schon ein paar die Nacht zuvor
verbracht hatten. Das Aufbauen ging dann doch schneller als wir
gedacht hatten. Um 10:30 Uhr gab es von Christian Niefert eine kurze
Einweisung über den Ablauf des Trainings. Wir wurden in zwei Gruppen
eingeteilt. Die eine Gruppe, die ihr Boot schon mal vermessen hat,
konnte gleich aufs Wasser mit dem zweiten Trainer: Christian (den
Nachnamen weiß ich leider nicht). Die andere Gruppe bekam von
Christian N. die Trimmtabelle (s. Homepage KV) erklärt und wie man
diese Maße im Einzelnen misst. Dann hat jede Crew ihr Boot bezüglich
Mastfall, Wantenspannung, Mastcontroller und Schwertneigung vermessen
und entsprechende Markierung gemacht. Nach einer kurzen Mittagspause -
die erste Gruppe war wieder an Land - ging es dann für alle aufs
Wasser. Die beiden Christians hatten zwei Bojen ausgelegt, um die es
zu segeln galt. Der Wind hat nach der Flaute am Morgen inzwischen
kontinuierlich zugenommen und in etwa 3-4 Windstärken erreicht. Beim
direkten Segeln nebeneinander konnte man sich bestens miteinander
vergleichen und Auswirkungen der Tipps der Trainer sofort sehen. (Ich
hätte nicht gedacht, dass man den Spi soweit in Luv segeln kann.) Bei
einigen ist Christian N. als dritter Mann dazu ins Boot gestiegen. Er
soll sich bei den Manövern so geschickt  bewegt haben, dass man gar
nicht gemerkt hat, dass er mit an Bord war. Er sei regelgerecht durch
das Boot geschwebt. Am Abend ging es in den Schützenhof zum
gemeinsamen Essen und Klönen - sehr spaßig. Die Tatsache, dass
Christian uns am Sonntag segelfertig um 9:00 Uhr sehen wollte, wollten
manche nicht so recht war haben.

Am Sonntag war der Wind bereits morgens so stark wie er am Samstag zu
Spitzenzeiten war und bis zum Lossegeln um 10:00 Uhr, nachdem
Christian (Christian N. hatte am Sonntag leider keine Zeit) einige
typische Fehler mit dem Spi mit trockenem Humor erklärt hat, hatte der
Wind noch einen oben drauf gelegt. Wir hatten nach einigen Schlägen
und einer Kenterung für uns entschieden, dass bei diesen
Windverhältnissen für uns Schluss ist. Die meisten anderen blieben auf
dem Wasser. Man hatte den Eindruck, dass teilweise mehr gekenterte als
segelnde Fiven auf dem Wasser zu sehen waren. Manch einer kämpfte
wegen eines zerrissenen Spis oder des abhanden gekommenen Ruders etwas
länger mit dem gekenterten Boot. Und eine Crew hat leider mit dem
Ruder einen Stein getroffen, so dass der Heckspiegel eingedrückt
wurde. Zwischenzeitlich war Christian doch etwas nervös, weil manche
Crew recht lange für das Aufrichten brauchte, so dass er auf Anhieb
eine halbe Schokolade verputzte, als ihm ein Stückchen angeboten
wurde. Seine Erklärung dafür war, dass er Hunger hat, wenn er nervös
ist. Als alle wieder angekommen waren, sagte Christian mit seinem
trockenem Humor: Gut, dass keiner ertrunken ist.

Ich denke, dass ich im Sinne aller sage, dass das Training insgesamt
uns viel Spaß gemacht hat. All´ unsere Fragezeichen sind zunächst
beseitigt. Außerdem wissen wir jetzt, was wir unbedingt am Boot noch
ändern bzw. ergänzen müssen.
Vielen Dank an Christian und Christian dafür!